Coenzym Q10

Coenzym Q10 (auch Ubiquinon genannt) ist eine vitaminähnliche Substanz, die der Körper selbst bildet und die in vielen Zellen vorkommt. Es ist außerdem in Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Nüssen und pflanzlichen Ölen enthalten. Der Q10-Gehalt im Körper kann sich je nach Alter, Lebensstil und Ernährung unterscheiden.

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Was ist Coenzym Q10?

Coenzym Q10 ist ein fettlöslicher Vitalstoff, der in nahezu jeder Körperzelle vorkommt. Genau genommen handelt es sich um ein sogenanntes Vitaminoid. Es ist eine vitaminähnliche Substanz, die der Organismus selbst herstellen kann und zudem unverzichtbare Aufgaben im Zellstoffwechsel erfüllt. Seinen Namen Ubiquinon verdankt Coenzym Q10 dem lateinischen Wort „ubique“ für „überall“, was auf seine weite Verbreitung im gesamten Organismus hinweist. Chemisch steht es den fettlöslichen Vitaminen K und E nahe.
Die Entdeckung von Coenzym Q10 geht auf das Jahr 1957 zurück. Peter Dennis Mitchell erforschte seine Schlüsselrolle in der Energiegewinnung der Zelle und wurde dafür 1978 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in energiehungrigen Organen: Herzmuskel, Leber, Nieren und Skelettmuskulatur führen dabei die Liste an.

Welche Aufgaben übernimmt Coenzym Q10 im Körper?

Coenzym Q10 ist als beweglicher Elektronenüberträger zentraler Bestandteil der mitochondrialen Atmungskette. In den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, vermittelt Q10 den Elektronentransport zwischen den Enzymkomplexen I, II und III, wodurch das Energiemolekül ATP gebildet wird. Schätzungen zufolge entstehen bis zu 95 Prozent der zellulären Energie unter Beteiligung von Coenzym Q10. Organe mit hohem ATP-Bedarf, allen voran der Herzmuskel, weisen entsprechend die höchsten Q10-Gehalte im Körper auf.

Coenzym Q10 wechselt biochemisch zwischen seiner oxidierten Form (Ubiquinon) und seiner reduzierten Form (Ubiquinol). Es handelt sich hier um den Redox-Shuttle-Mechanismus, der in Zellmembranen und Lipoproteinen aktiv ist. Eine weitere biochemische Besonderheit besteht darin, dass Q10 oxidiertes Vitamin E in seine reduktive Form zurückführen kann. Beide Substanzen sind im selben biochemischen Milieu aktiv und als fettlösliche Redox-Partner chemisch aufeinander abgestimmt.

Wann kann der Coenzym-Q10-Spiegel sinken?

Die körpereigene Biosynthese von Coenzym Q10 beginnt zwischen dem 30. bis 40. Lebensjahr kontinuierlich abzunehmen. Im Herzmuskel soll der Q10-Gehalt im fortgeschrittenen Alter auf rund die Hälfte des Jugendwertes zurückgehen. Die über Lebensmittel täglich aufgenommene Menge von fünf bis zehn Milligramm liegt dabei weit unterhalb der körpereigenen Q10-Synthese im jüngeren Erwachsenenalter.

Ein weiterer relevanter Faktor, der die Q10-Produktion beeinflusst, ist die Einnahme von Statinen, den meistverordneten Cholesterinsenkern. Diese hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase im Mevalonatweg – einem Stoffwechselweg, der nicht nur für die Cholesterin-, sondern auch für die körpereigene Q10-Biosynthese entscheidend ist. Personen, die Statine einnehmen, sollten daher unter anderem ihre Q10-Versorgung im Blick behalten. Als weitere Risikogruppen für erhöhten Bedarf gelten Leistungssportlerinnen und -sportler, Raucherinnen und Raucher sowie Personen, die sich sehr fettarm ernähren.

Gibt es offizielle Referenzwerte für Coenzym Q10?

Anders als bei Vitaminen und Mineralstoffen existieren für Coenzym Q10 keine offiziellen DGE/ÖGE-Referenzwerte für die tägliche Zufuhr. Da der Körper Q10 selbst synthetisieren kann, ist die Substanz nicht in den gemeinsamen Referenzwerttabellen enthalten. Über die Ernährung werden täglich schätzungsweise fünf bis zehn Milligramm aufgenommen – weit unterhalb der Mengen, die in wissenschaftlichen Studien zur Nahrungsergänzung geprüft wurden.

Für die Labordiagnostik gelten Orientierungswerte: Ein Q10-Spiegel im Vollblut von 1,0 bis 1,2 mg/l gilt als Orientierungswert für eine ausreichende Q10-Versorgung; bei Leistungssportlerinnen und -sportlern werden Werte über 3,0 mg/l als wünschenswert erachtet. Aussagekräftiger als der Serumwert ist dabei die Vollblutanalyse, da sie auch die in Blutzellen gespeicherte Q10-Menge erfasst. In Studien werden Supplementierungsmengen von 100 bis 300 Milligramm täglich als gut verträglich beschrieben; bei Statin-Einnahme kommen häufig 100 bis 200 Milligramm täglich zum Einsatz.

Welche Lebensmittel liefern Coenzym Q10?

Coenzym Q10 ist ein Vitalstoff, der über die Ernährung in unterschiedlichen Mengen aufgenommen werden kann. Tierische Lebensmittel sind dabei die reichhaltigsten Quellen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten deutlich weniger Q10, zudem reduziert das Kochen den Gehalt um 14 bis 32 Prozent. Zu den Lebensmitteln mit relevantem Q10-Gehalt zählen:

  • Innereien (Herz, Leber): ca. 39–50 mg/100 g
  • Makrele: ca. 43 mg/100 g
  • Sardinen und Thunfisch: ca. 8–10 mg/100 g
  • Rindfleisch: ca. 31 mg/100 g
  • Sojabohnen: ca. 6 mg/100 g
  • Erdnüsse und Sesam: 2–3 mg/100 g
  • Brokkoli und Spinat: unter 1 mg/100 g

Tipps für eine optimale Coenzym-Q10-Versorgung

Da Coenzym Q10 fettlöslich ist, begünstigt die gleichzeitige Einnahme mit einer fetthaltigen Mahlzeit die Resorption im Verdauungstrakt deutlich. Dies gilt für Ubiquinol- und Ubiquinon-Produkte gleichermaßen. Wer auf eine mahlzeitenunabhängige Aufnahme angewiesen ist, sollte auf Darreichungsformen achten, bei denen Q10 bereits in einem öligen Milieu vorliegt – etwa als Spray oder Softgel in hochwertiger Formulierung. Die tägliche Menge lässt sich zudem auf zwei Einnahmezeitpunkte aufteilen, da höhere Einzeldosen weniger effizient resorbiert werden.

Für einen stabilen Q10-Spiegel im Blut sind mindestens acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Einnahme erforderlich. Erste Veränderungen der Serumspiegel zeigen sich nach zwei bis vier Wochen. Wer Statine einnimmt, sollte eine Q10-Ergänzung vorab ärztlich besprechen und nicht eigenmächtig absetzen oder hochdosieren. Da Selen und Zink als Co-Faktoren an der enzymatischen Umwandlung von Ubiquinon zu Ubiquinol im Körper beteiligt sind, ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Spurenelementen ergänzend sinnvoll.

Worauf beim Kauf von Coenzym Q10 achten?

Beim Kauf von Coenzym-Q10-Produkten ist zunächst die Wahl der Inhaltsstoffform entscheidend. Ubiquinon ist die oxidierte, kostengünstigere Vorstufe: Der Körper muss sie zunächst enzymatisch in Ubiquinol umwandeln, um sie dann zu verwerten. Ubiquinol ist die bereits reduzierte, aktive Form und steht dem Organismus direkt zur Verfügung. Da die Umwandlungskapazität mit zunehmendem Alter abnimmt, kann Ubiquinol für Personen ab 40 oder für Statin-Einnehmende die geeignetere Wahl sein. Weiters gibt es Gen-Variationen, welche die Umwandlung in die bioverfügbare Form erschweren. Studien zeigen für Ubiquinol eine um den Faktor zwei bis fünf höhere Plasma-Verfügbarkeit gegenüber Ubiquinon, wobei die Ergebnisse je nach Studiendesign variieren.

Ebenso wichtig ist die Reinheit des Präparats: Qualitätsprodukte verzichten auf unnötige Füll-, Träger- und Aromastoffe. SEEWALD Ortho setzt konsequent auf das Reinsubstanzenprinzip. Jede Rezeptur enthält ausschließlich die geprüften Inhaltsstoffe in transparent ausgelobter Konzentration (Volldeklaration). Da Ubiquinol oxidationsempfindlich ist, sind luftdichte Verkapselung oder Verpackung sowie Lichtschutz und eine geprüfte Haltbarkeit weitere Qualitätsmerkmale, auf die beim Produktkauf geachtet werden sollte.

Produktvarianten im Überblick

Die Kombination von Coenzym Q10 mit ausgewählten Mikronährstoffen ist durchaus sinnvoll. Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Als fettlösliche Substanzen sind Vitamin E und Q10 biochemisch im selben Milieu verankert, und Q10 kann die oxidierte Form von Vitamin E biochemisch in ihre reduktive Form überführen. Selen ist als Co-Faktor an der enzymatischen Umwandlung von Ubiquinon zu Ubiquinol beteiligt. Vitamin B2 (Riboflavin) trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und ist in der mitochondrialen Atmungskette aktiv. Omega-3-Fettsäuren ergänzen die mikronährstoffliche Versorgung im Bereich der Zellmembran-Integrität.