KINDER

6 Tipps für starke Abwehrkräfte

Als Eltern kennen Sie das sicher: Kaum hat der Herbst begonnen und die Schule bzw. der Kindergarten wieder geöffnet, schon hat der Nachwuchs die erste Erkältung. Gerne würden wir Ihnen einen Rundum-Erkältungsschutz gegen alle Widrigkeiten empfehlen, aber das liegt leider nicht in unserer Macht.

Jedoch gibt es einiges, was Sie tun können, um die Abwehrkräfte Ihrer Liebsten auf den Herbst vorzubereiten. Dabei geht es nicht nur um einen Schutz vor typischen Kinderkrankheiten, sondern vor allem um das allgemeine Wohlbefinden. Unsere Tipps lassen sich leicht in den Alltag integrieren und kommen mit ganz natürlichen Mitteln aus.

Kind isst Apfel

Was ist das Immunsystem?

Unser Immunsystem ist wie unsere persönliche Armee, die versucht, unseren Körper gegen alle möglichen Eindringlinge zu verteidigen. Bakterien, Viren und andere Fremdkörper werden von unseren Immunzellen aufgespürt, isoliert und bekämpft. In der Regel funktioniert das sehr gut, aber das Immunsystem als Ganzes kann durch bestimmte Umstände in seiner Funktion beeinträchtigt werden.

Das komplizierte und weit verzweigte Netzwerk von Zellen, Geweben und Organen arbeitet unter normalen Umständen harmonisch zusammen. Für Kinder, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, ist es besonders wichtig, dieses System zu unterstützen. Denn in jungen Jahren ist es noch nicht voll entwickelt und befindet sich noch in der Lernphase. In dieser Zeit sammelt das junge Immunsystem noch viele Informationen, die es für den Rest seines Lebens nutzen kann. Aus diesem Grund sind Kinder auch häufiger krank, da sich die Abwehrmechanismen erst im Laufe der Erkrankung entwickeln können – es sei denn, das Immunsystem hat durch eine Impfung bereits eine Anleitung erhalten.

Unser Abwehrsystem ist also unser bester Freund, und für Ihre Kinder ist es umso wichtiger. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Erster Tipp: Ausgewogene Ernährung

Es mag wie ein alter Hut klingen, aber die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung kann nicht oft genug betont werden.

Für Kinder, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet, sind nährstoffreiche Lebensmittel der Schlüssel zu starken Abwehrkräften. Für Erwachsene übrigens auch. Denken Sie an frisches Obst und Gemüse, das reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien ist. Beeren, Zitrusfrüchte, Karotten und Spinat sind gute Beispiele. Auch Vollkornprodukte und mageres Eiweiß sollten auf dem Speiseplan stehen. Etwas Joghurt für die Probiotika und vielleicht ein paar Nüsse für die gesunden Fette?

Mit frischen, saisonalen und regionalen Produkten lassen sich viele kreative Gerichte zaubern, die der ganzen Familie schmecken.

Zweiter Tipp: Bewegung und frische Luft

Es ist keine Überraschung, dass Bewegung und frische Luft echte Booster für das Immunsystem sind. Nicht nur für Erwachsene, sondern vor allem auch für Kinder. Draußen spielen, toben, klettern oder einfach nur an der frischen Luft sein – das sind wunderbare Möglichkeiten, den Nachwuchs in Bewegung zu halten. Warum ist das so gut? Ganz einfach: Bewegung regt den Kreislauf an und hilft dem Körper, besser zu funktionieren - auch das Immunsystem.

Und die frische Luft? Sie macht nicht nur gute Laune, sondern sorgt auch für eine bessere Luftqualität als in geschlossenen Räumen, was wiederum gut für die Atemwege ist. Gerade wenn die Tage kürzer werden oder das Wetter nicht mitspielt, neigen wir dazu, mehr Zeit drinnen zu verbringen. Aber ein bisschen Bewegung im Freien kann Wunder wirken!

Also: Gummistiefel an und raus in die Natur!

Dritter Tipp: Schlafenszeit

Wir alle kennen den Spruch "Schlaf ist die beste Medizin". Aber für unsere Kleinen gilt das ganz besonders. Schlaf ist die Zeit, in der sich der Körper regeneriert, neue Energie sammelt und sich einfach eine Auszeit gönnt. Und ja, auch das Immunsystem wird im Schlaf gestärkt. Es ist wie ein nächtlicher Reset der Abwehrkräfte.

Für Kinder ist ausreichend Schlaf umso wichtiger, da sich ihr Körper und ihr Geist noch in der Entwicklung befinden. Schlafmangel kann unsere Sprösslinge ganz schön durcheinander bringen und sie anfälliger für alle möglichen Wehwehchen machen.

Fazit? Ab ins Bett, und zwar rechtzeitig! Ein geregelter Schlafrhythmus tut Jung und Alt gut.

schlafendes Kind

Vierter Tipp: Weniger Stress

Stress ist nicht nur ein Problem der Erwachsenen, auch Kinder können davon betroffen sein. Zwischen Schule, Hausaufgaben, sportlichen Aktivitäten und sozialen Verpflichtungen kann der Terminkalender eines Kindes ziemlich voll sein. Ein vollgepackter Alltag kann Stress verursachen, und wir alle wissen, dass Stress nicht gut für das Wohlbefinden ist.

Einfache Strategien wie bewusste Auszeiten können hier viel bewirken. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kinder ihre Batterien wieder aufladen können, ohne ständig unter Druck zu stehen. Tage, an denen außer Schule und Hausaufgaben nichts auf dem Programm steht, sind wichtig und schaffen Freiräume, in denen die Kinder selbst entscheiden können, wie sie ihre Zeit verbringen möchten. Das fördert nicht nur eine stressfreie Umgebung, sondern vielleicht auch die Kreativität  und Selbstständigkeit der Kinder.

Und gemeinsame Aktivitäten mit der Familie, wie eine Radtour oder ein lustiges Brettspiel am Wochenende, sind wunderbare Gelegenheiten, das Miteinander zu pflegen und den Alltag für kurze Zeit hinter sich zu lassen.

Fünfter Tipp: Hygiene

Wir alle wissen, wie schnell sich Keime und Bakterien verbreiten können, besonders wenn Kinder in der Schule oder auf dem Spielplatz sind. Einfache Hygienemaßnahmen können viel bewirken. Das fängt schon beim regelmäßigen Händewaschen an. Erklären Sie Ihren Kindern, warum es wichtig ist, sich vor dem Essen und nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Auch das Benutzen eines Taschentuchs oder notfalls des Ellenbogens anstatt der Hand beim Niesen oder Husten ist ein hilfreicher Tipp, den Kinder leicht umsetzen können.

Kleine Veränderungen wie diese können dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung mit alltäglichen Krankheiten zu verringern und sie lassen sich leicht in die tägliche Routine integrieren.

Tipp: Vorleben bringt oft mehr als Erklären! Wo wir grad dabei sind …

Sechster Tipp: Vorbild sein

Eine der wirksamsten Möglichkeiten, Kinder zu gesunden Gewohnheiten anzuregen, besteht darin, selbst das beste Vorbild zu sein. Kinder sind kleine Beobachter und neigen dazu, das Verhalten ihrer Eltern nachzuahmen. Wenn sie sehen, dass Sie regelmäßig Obst und Gemüse essen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie es auch tun. Das Gleiche gilt für Bewegung: Ein gemeinsamer Entdeckungs-Spaziergang oder eine Radtour zeigen, dass Bewegung nicht nur gesund ist, sondern auch Spaß machen kann.

Nicht zu vergessen sind Schlaf und Stressbewältigung. Wenn Sie sich selbst genügend Ruhe gönnen und bewusst Pausen einlegen, lernen Ihre Kinder, dass diese Aspekte wichtig für die allgemeine Gesundheit sind. Das gilt auch für einfache Dinge wie Händewaschen und Hygiene. Vorbild sein heißt also nicht nur, Ratschläge zu geben, sondern diese auch selbst im Alltag umzusetzen.

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